USA: Jim Beam tötet zehntausende Fische

Das brennende Jim Beam-Lagerhaus in Kentucky. Bild via Twitter

Ein Brand in einem Lagerhaus des Destillers Jim Beam sorgte dafür, dass Unmengen an Whisky in einen Fluss gelangten. Dort starben zehntausende Fische. 

Marco Maier – 15. Juli 2019

Letzte Woche geriet ein Lagerhaus des Whisky-Destillers Jim Beam in Kentucky in Brand. Dabei wurden über 40.000 Fässer mit „jungem Whisky“ zerstört. Dies berichtete unter anderem auch CNN. Der Alkohol sorgte dafür, dass das Feuer schwer unter Kontrolle zu bringen war. Doch das ist noch nicht alles.

Eingebettetes Video

Alex Valverde@AlexValverdeTV

8+ hours later, the fire continues to burn at this Jim Beam property in Woodford County. Emergency Management officials tell me they expect it to last for several more hours. @LEX18News

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Unmengen an Whisky und Alkohol gelangten in den in der Nähe des Lagerhauses verlaufenden Fluss. Doch während die Fische nicht an einer Alkoholvergiftung sterben, können sie Berichten zufolge aufgrund des Alkoholzuckers nicht atmen, was zu einem Mikrobenrausch im Wasser führt, in dem sie schwimmen. Dieser senkt den Sauerstoffgehalt im Wasser und lässt die Fische ersticken.

 

Der Whisky ließ die Fische im Fluss ersticken. Bild via Twitter

Die Alkoholwolke im Fluss ist laut einer staatlichen Pressemitteilung rund 37 km lang. Berichten zufolge starben bereits zehntausende Fische infolge dieser Wasserverunreinigung. Lastkähne versuchen nun, mit Pumpen Luft in das Wasser zu mischen, in der Hoffnung, den Fischen mehr Sauerstoff zu liefern. So will man verhindern, dass gar hunderttausende Fische ersticken.

Jedoch trifft das Lagerhaus-Feuer auch die regionale Trinkwasserversorgung. Demnach schmeckt das Wasser aus den Leitungen leicht nach Whisky und weist auch eine geringe Verfärbung auf. Allerdings, so die Wasserversorger, soll das Wasser weiterhin trinkbar sein.

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