Trump will Mittelstreckenkernwaffen-Vertrag mit Russland kündigen – Der Wahnsinn geht weiter

Donald J. Trump, Flickr.com CC BY 2.0

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Der Wahnsinn hat einen Namen: Donald Trump. „Russland hat das Abkommen leider nicht eingehalten, also werden wir es beenden und aussteigen“, sagte Trump und bezog sich dabei auf den Vertrag über intermediäre Kernwaffen (INF) von 1987.

Rui Filipe Gutschmidt – 21. Oktober 2018
US-Präsident Donald Trump sagte am Samstag, dass die Vereinigten Staaten den Vertrag über den Frieden im Nahen Osten (INF), der 1987 mit Russland unterzeichnet wurde, fallen lassen werden.
Im Gespräch mit Journalisten, zitiert von der Nachrichtenagentur Reuters, sagte Trump, dass Russland die Vereinbarung verletzen würde, die in der Zeit des Kalten Krieges unterzeichnet wurde und vorsah, dass ballistische Mittelstreckenraketen (mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern), mit nuklearer Bestückung, beseitigt wurden.
US-Agenten haben den Verdacht geäußert, dass Moskau unter Verletzung der Bedingungen des Vertrags INF, neue Raketen-Systeme entwickelt. Diese Atomwaffen würden es Russland ermöglichen, einen Atomschlag gegen Europa, das heißt gegen die NATO-Länder, kurzfristig zu starten.
Russland hat wiederholt die Vorwürfe Raketen zu bauen, die die Bedingungen der Vereinbarung verletzen, bestritten. Der Vertrag, unterzeichnet im Jahre 1987 von damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und dem ehemaligen Sowjetführer Michail Gorbatschow sieht die Beseitigung von Atomraketen mittlerer und kurzer Reichweite und einen Entwicklungsstopp für diese Waffensysteme vor.
Donald Trump sagte, laut BBC, er werde Russland nicht gestatten, solche Waffen herzustellen, ohne dass die USA ebenfalls dazu in der Lage wären. „Ich weiß nicht, warum Präsident Obama nicht besser verhandelt oder das Abkommen gekündigt hat“, sagte der derzeitige US-Präsident. „Sie haben die Vereinbarung seit mehreren Jahren verletzt.“ Im Jahr 2014 beschuldigte Barack Obama Russland, den INF-Vertrag gebrochen zu haben und angeblich eine Boden-Luft-Rakete getestet zu haben, bestätigte die BBC.
Trump sagt, die USA hätten Pläne, um in solche Waffen zu investieren, es sei denn, es ist möglich, ein Abkommen mit Russland und China auszuhandeln, um die Entwicklung dieser Waffen zu begrenzen. China, das nicht Teil des ursprünglichen Nuklearwaffenvertrags ist, hat im Rahmen seiner territorialen Verteidigungsstrategie in konventionelle Raketensysteme investiert.
Donald Trumps Berater für nationale Sicherheit, John Bolton, besucht nächste Woche Moskau. Präsident Putin wird diese Anschuldigung nicht auf sich sitzen lassen. Wir können dabei von Glück sagen, dass Putin nicht wie Trump ist!

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