– Trump bläst zur Menschenjagd!

Drohgebärde von Trumpan alle illegalen Bürger in den USA. Bild YouTube sceenshot


Ab Sonntag, 14 Juli dieses Jahres, soll auf Befehl von Präsident Trump die US-amerikanische Einwanderungspolizei in vielen großen Städten der USA, darunter Olympia-Stadt Atlanta, Houston, Baltimore, San Francisco, Los Angeles, Denver, New York und Chicago gezielt nach zunächst rund 2000 Familien fahnden, die sich „illegal“ in den Vereinigten Staaten aufhalten sollen. Menschenjagd in den USA!

Fritz Theisen – 15. Juli 2019

Dass es sich dabei um Menschen aus dem so genannten „Hinterhof der USA“, vielfach so genannte Latinos, aber auch um Indigene handelt, die stets rassistischer Hetze und Verfolgung ausgesetzt sind, versteht sich fast von selber,

Zehntausende Demonstranten haben am Samstag, dem 13.7.19, in vielen Orten der USA dagegen protestiert und diese Politik als unmenschlich und faschistisch bezeichnet.
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Jagdbeute Menschen!

Die festgenommenen Kinder, Männer, Frauen sollen in den jüngst berüchtigt gewordenen US-Konzentrationslagern interniert werden, in denen selbst kleine Kinder unter barbarischen Zuständen, unmenschlichen, total desolaten Verhältnissen gefangen gehalten werden. Wie die New York Times und andere US-Medien berichten, sollen die Aufgegriffenen mit ihren Kindern in solchen „provisorischen Lagern“ in Texas und Pennsylvania interniert und schnellstmöglich in ihre Heimatländer abgeschoben werden. Das soll auch Leute betreffen, die sich seit vielen Jahren in den USA aufhalten, Menschen, die längst nicht mehr als Migrantinnen und Migranten bezeichnet werden können.

Trump hatte bereits früher in faschistisch-hetzerischer Manier angedroht, Millionen von von ihm als illegal diffamierte Ausländer, die unerlaubterweise ihren Weg in die Vereinigten Staaten gefunden hätten, so schnell zurückzuschicken, wie sie gekommen seien. Mit der jetzigen landesweiten Razzia beginnt er offensichtlich, diese Drohungen nach und nach wahrzumachen. Demagogisch hetzt er Menschen gegen Mitmenschen, Arbeiter gegen Arbeiter auf, um jede Solidarität zum Verbrechen zu stempeln. Gut, dass es in den USA dagegen breite Proteste gibt.
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Arbeiterinnen, Arbeiter, Angestellte – kein Vertrauen in Trumps menschenfeindliche Demagogie!

Wenn Großkapitalist Trump Menschen so behandeln lässt, wird er das auch mit anderen Arbeiterinnen und Arbeitern, mit Erwerbslosen tun, wenn sie der Profitgier des Kapitals, auch der Trumpschen Profitgier in die Quere kommen!

Arbeiterinnen und Arbeiter, die Herr Trump immer wieder demagogisch anschleimt, wenn er Wahlen gewinnen will, sind genauso „Underdogs“ wie die, auf die er heute Jagd machen lässt „Geht mich nichts an!“ Geschieht denen recht, weil sie >meinen Arbeitsplatz< gefährden!“ – das kann niemals Arbeiterstandpunkt sein! Das sind die Sprüche, die überall in die Öffentlichkeit und in alle Medien hineingegepresst werden, damit Arbeiterinnen und Arbeiter sich nicht solidarisieren mit den Klassengenossen/-innen, die heute angegriffen werden. Hetzparolen der Entsolidarisierung!

Die im Land verbleibenden Beschäftigten aber sind die nächsten!! Wenn sie an die Reihe kommen beim Feuern, beim Jobverlust, bei der Arbeitsplatzvernichtung, bei der Arbeitslosigkeit, wie das im krisenhaften Kapitalismus immer und immer wieder, geradezu gesetzmäßig läuft, werden die Kapitalistenklasse, auch ein Trump, nie zögern, genauso entschlossen und brutal gegen sie vorzugehen. Wer heute unsolidarisch zuschaut, zeigt nur, dass er die Methoden der Herrschenden, der Trumps etc. hinnimmt. Klar, dass die sich ermutigt fühlen!

Solidarität und Internationalismus aber, Solidarität auch und gerade gegen nationalistische und rassistische Hetze, das sind die einzigen wirksamen Waffen, die Arbeiter/innen und Angestellte haben!

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Erstveröffentlichung heute oder vor wenigen Tagen in Arbeit Zukunft online. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers.
Bilder und Bildunterschriften wurden komplett oder zum Teil von der Redaktion AmericanRebel hinzu gefügt.
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Für den Inhalt dieses Artikels ist der Autor bzw. die Autorin verantwortlich.
Dabei muss es sich nicht grundsätzlich um die Meinung der Redaktion handeln.

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