Sturmtief Leslie – Keine Todesfälle, aber große Sachschäden in Portugal und Spanien

Sturmschäden von Leslie, Figueira da Foz, Portugal - Screenshot YouTube

Portugal wurde letzte Nacht von dem stärksten Sturm seit 1842 heimgesucht. Nachdem er etwas südlich von Lissabon anlandete, zog er erst vor der Küste aufwärts. Dann ging er bei Figueira da Foz an Land, von wo aus der Sturm seinen zerstörerischen Pfad nach Norden machte. Dabei hinterließ Leslie glücklicherweise fast nur Sachschäden.
Rui Filipe Gutschmidt – 15. Oktober 2018
Fast 2.000 Einsätze, Straßen mussten in den Distrikten Leiria und Coimbra gesperrt werden, 27 Leichtverletzte, 61 verloren ihre Unterkunft und 324.400 Menschen waren ohne Strom. Am Sonntagmorgen, wenige Stunden nachdem Leslie das portugiesische Festland im Gebiet von Figueira da Foz betreten hatte, machte der Hurrikan seinem Namen alle Ehre. Nachdem im Distrikt Lissabon nur leichtere Schäden verursacht wurden, zog der Sturm Küste aufwärts nach Norden. In Figueira da Foz übertrafen Windböen 170 Km/h, in einer kritischen Phase, die nicht länger als 15 Minuten gedauert hat. Diese Viertelstunde war Zeit genug, um richtig Schaden anzurichten.
Als die Nacht voran schritt und der Tropensturm seinen Weg in Richtung Bragança Kreis fortsetzte, schwächte sich der Sturm wieder ab und die Menge der Einsätze von Zivilschutz und Feuerwehr nahm weiter zu. Doch die am stärksten betroffenen Gebiete – Lissabon, Leiria und Coimbra (letzteres war auch der am schwersten betroffene Bezirk, gefolgt von Leiria, Aveiro und Viseu) waren in der Mitte Portugals. Dies war der größte Sturm, der Portugal seit 1842 heimsuchte, als ein Hurrikan die Insel Madeira verwüstete, bevor er in Richtung Süden nach Spanien zog.
Entgegen ersten Vorhersagen, blieb das Madeira-Archipel diesmal verschont, da Leslie einen Bogen um die Blumeninsel machte. Es gibt bislang keine Angaben über die Nationalität der Betroffenen und auch Info-Welt hat keine Kenntnis von Deutschen, Schweizern, Österreichern oder anderen Lesern unserer News-Seite, die Verletzungen davon trugen oder ihr Obdach verloren.
Der Sturm brachte auch viel weniger Regen als befürchtet, was anscheinend jetzt „nachgeholt“ wird. Heute regnet es jedenfalls stark in den Regionen mit den schwersten Zerstörungen und die abgedeckten Dächer bieten keinen Schutz vor dem Regen. Die Betroffenen brauchen jetzt Hilfe und wer in der Gegend lebt und Kontakt zu Hilfebedürftigen hat, der ist eingeladen in den Kommentaren eine Hilfsaktion zu starten. Wie immer sind auch wir auf Hilfe angewiesen, um weiterhin über solche und viele andere Themen schreiben zu können. Spendenkonto ist auf der Seite und man kann uns gerne auch schreiben…
 
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