„Sonnensturm“: Regierungsagentur warnt vor Massen-Blackout

Sonnensturm Pixabay CC0 Public Domain

Die britische Regierungsagentur Met Office warnt die Regierung des Landes davor, dass „Sonnenstürme“ die komplette elektrische Infrastruktur des Landes und der halben Welt auslöschen könnten. Den Atomkraftwerken droht dabei der GAU.
Marco Maier – 25. November 2018
Ein „Weltraumsturm“ oder auch „Sonnensturm“ könnte die weltweite elektrische Infrastruktur quasi mit einem Schlag vernichten. Auch sämtliche elektronischen Bauteile – wie z.B. in Computern, Smartphones, Flugzeugen oder Autos – würden infolge des elektromagnetischen Schocks mit einem Schlag vernichtet, genauso wie die (sündhaft teuren und deshalb nicht auf Reserve befindlichen) Spulen der Elektrizitätskraftwerken. Sämtliche Atomkraftwerke dieser Welt
Wie die „Sunday Times“ berichtet, warnt nun das britische Met Office die Minister des Vereinigten Königreichs davor, dass das Land auf einen solchen Schock gar nicht vorbereitet sei. Der Bericht, der in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern vom British Antarctic Survey, dem Rutherford Appleton Laboratory und der Cambridge University erstellt wurde, fordert angesichts der enormen Riskien für die komplette Infrastruktur ein Frühwarnsystem ein.
Ein solches Ereignis gab es bereits im Jahr 1859, als eine gewaltige Sonneneruption die Leuchtkraft unseres Zentralgestirns für einige Minuten verdoppelte und die enorme elektromagnetische Strahlung dafür sorgte, dass die Telegrafenleitungen überlastet wurden und es quer durch ganz Europa deshalb zu Bränden kam. Ein ähnliches Ereignis – wenngleich auch geringerer Intensität – sorgte im Jahr 1989 in der Provinz Quebec in Kanada für ausgebrannte Stromleitungen.
Je stärker eine solche Sonneneruption ist, umso größere Teile der Welt werden davon direkt betroffen – vor allem jene, die gerade der Sonne zugewandt sind. Und dann wird es kritisch. Kein Strom, kein Internet und unter Umständen sich ausbreitende radioaktive Strahlung von den beschädigten Atomkraftwerken.

 

 
 
 

Sharing is caring!

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*