Neuer Hitzerekord im Death Valley – 54,4º C ist Weltrekord und bestätigt eine Tendenz

Death Valley - Das Tal des Todes - Bild von Pixabay CC0 Public Domain

Rui Filipe Gutschmidt – 21. August 2020

Rui Filipe Gutschmidt

Wir leben in einer Zeit der Wetterextreme. Ein Hitzerekord wie dieser, der von der Wetterstation am Furnace Creek im weltberühmten kalifornischen Death Valley Nationalpark am Sonntag um 15:41 Uhr eine Temperatur von 54,4º Celsius (130º F) gemessen und damit fast einen 100 Jahre alten Rekord gebrochen hat, kommt angesichts einer ganzen Reihe von Wetterextremen nicht überraschend.

 

Zur Zeit herrschen in Kalifornien extreme Wetterbedingungen. Feuer-Tornados wüten in den alljährlich brennenden Wäldern an der Pazifikküste der USA. Der Währenddessen sorgt ein rekordverdächtiger Temperatur-Wert im Death Valley für Aufsehen. 130 Grad Fahrenheit – das entspricht rund 54,4 Grad Celsius – wurden am Wochenende in dem für seine unglaubliche Hitze berüchtigten Ort im US-Staat Kalifornien gemessen. Am Sonntagnachmittag verkündete der Nationale Wetterservice der USA den Extrem-Wert via Twitter. Wenn die Messung bestätigt wird, wäre das zumindest eine der höchsten jemals gemessenen Temperaturen.

Wenn dies bestätigt würde, wäre es der heißeste aufgezeichnete Wert an diesem Ort seit dem 10. Juli 1913, als die Temperatur angeblich 56,6º Celsius (134 Grad Fahrenheit) erreicht haben soll.

Dieser, wie auch andere ältere Aufzeichnungen, werden jedoch seit langem von meteorologischen Experten bestritten, die behaupten, dass die Messungen ungenau waren. Doch die vom 16. August 2020 wurde mit modernsten Instrumenten und nach allen Regeln der Meteorologie gemessen.

„Alles, was ich bisher gesehen habe, deutet darauf hin, dass dies eine legitime Beobachtung ist“, sagte Randy Cerveny von der Weltorganisation für Meteorologie. „Ich empfehle der Weltorganisation für Meteorologie, die Beobachtung vorläufig zu akzeptieren“, so der Experte weiter, der abschließend hinzufügte:

„In den kommenden Wochen werden wir diese Werte natürlich zusammen mit dem Nationalen Komitee für Klimaextreme der USA und mit einem unserer internationalen Bewertungsteams eingehend untersuchen.“

Viele glauben, dass die wahren Rekordtemperaturen von 53,8º Celsius (129º Fahrenheit) bereits am 30. Juni 2013 im Death Valley und auch 2016 und 2017 in Kuwait und Pakistan erreicht wurden.

Der Furnace Creek, wo die Temperatur gemessen wird, liegt 190 Fuß unter dem Meeresspiegel und hat nur 24 Einwohner. Im Death Valley National Park gibt es praktisch keine Niederschläge, und er gilt als der heißeste und trockenste Ort in den Vereinigten Staaten.

Death Valley bedeutet soviel wie „Tal des Todes oder totes Tal“. Die Temperaturen dort steigen regelmäßig auf über 40° Celsius.

Der Hitzerekord geht mit einer Hitzewelle an der Westküste der Vereinigten Staaten einher und eine Hitzewarnung für fast 80 Millionen Einwohner wurde herausgegeben. Dabei wurde selbst in Oakland, in Nord-Kalifornien, einem Bericht der Daily Mail zufolge, letzten Freitag (14.) zum ersten Mal im August 37,7º C (100º F) erreicht.

In der Zwischenzeit wurden einige Evakuierungen in Los Angeles angeordnet, da im ganzen Bundesstaat Waldbrände ausbrachen. Eine Folge der Gluthitze ist die Trockenheit. Diese resultiert wiederum in Waldbrände wodurch noch mehr Hitze entsteht. Da warme Luft aufsteigt und kalte absinkt, entstehen starke Luftströmungen. Diese sind bei solchen Temperaturen besonders stark und im Zusammenhang mit Waldbränden entstehen die o. g. Feuer-Tornados.

Auf der iberischen Halbinsel, Südeuropa, Indonesien, Australien und im Amazonasgebiet brennt es auch ungewöhnlich viel und die Sommer werden heißer, die Winter trockener… das Klima wandelt sich und Schuld ist der Mensch… das heißt, die skrupellosen Raubtierkapitalisten haben sich das

Höchsttemperaturen (seit Beginn der Aufzeichnungen)

Temperatur °C

Datum

Ort

56,7 °C 10. Juli 1913 Death Valley
55,0 °C 7. Juli 1931 Kebili
54,0 °C 21. Juni 1942 Tirat Zvi
53,9 °C 21. Juli 2016 Mitriba

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