Man müsste nur die Wahrheit drucken – Man müsste aufhör’n, sich zu ducken

Ausschnitt aus dem Cover - »Man müsste nur die Wahrheit drucken – Man müsste aufhör’n, sich zu ducken«. Verlag AmericanRebel

Gedichte, Lieder und Texte aus der Edition American Rebel

»Am Sonnabend, 16. September 2017 wurde in Berlin ein Buch vorgestellt, das in Deutschland wohl einmalig ist.« So hieß es in einem Artikel vom gleichen Tag. Dieses kleine handliche Schmuckstück erschien heute in ihrer 2., verbesserten Auflage.

Nico Diener – 3. Juni 2016

Nico Diener

102 Gedichte und Lieder von 30 verschiedenen Autoren/-innen in einem Buch, das kommt nicht alle Tage vor. Wenn auch noch alle Texte das gemeinsame Ziel haben, aufzudecken, aufzurütteln, zum Nachdenken und zum Handeln anzuregen, dann können nur Rote Socken dahinter stecken.

So ist es bei der nun wieder vorliegenden Ausgabe der Edition American Rebel, die wie die gleichnamige Online-Zeitung, ihren Namen vom amerikanischen Rebell Dean Reed hat. Die 30 Autoren/-innen sind so verschieden wie ihre Themen. Da findet sich der Lehrer mit Berufsverbot neben dem österreichischen Komponisten und Liedtexter – die 95-jährige brandenburgische Kommunistin neben dem persischen Poeten, der seit fünf Jahren in Deutschland lebt – und die Hamburger Mutter von drei Kindern, die in ihrer kleinen Küche, immer und immer wieder, für Obdachlose kocht neben dem ehemaligen NVA-Soldaten aus dem Gänseblümchenland.

Profis und Laien spendeten für dieses Buch ihre Texte. Der Reinerlös aus dem Verkauf der Sammlung wird ausschließlich für die Arbeit des Dean-Reed-Archivs Berlin und der Online-Zeitung American Rebel verwendet.

Man müsste nur die Wahrheit drucken Man müsste aufhör’n, sich zu ducken: American Rebel (Herausgeber), BoD BOOKS on DEMAND, 2017, 148 Seiten, 8,99 Euro, Solipreis 10,00 €, beides incl. Versandkosten.

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»Man müsste nur die Wahrheit drucken – Man müsste aufhör’n, sich zu ducken« ist auch ein ideales Geschenkbuch für Leser/innen ab 14 Jahren. Deshalb liefern wir Ihnen, direkt vom Herausgeber, auch gerne drei Stück zum Preis von 22,99 € incl. Versandkosten innerhalb Deutschlands und ins deutsche Ausland gegebenenfalls zuzüglich eines kleinen Aufschlages.
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Leseproben
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Herrlich ist das heutzutage

Herrlich ist das heutzutage.
Reisefreiheit, keine Frage.
Frau Merkel reist wie’s ihr gefällt,
zu den Reichen dieser Welt.
Der Steuerzahler kommt zur Kasse.

Doch was macht der kleine Mann,
der ohne Geld nicht reisen kann?
Er reist zum weit entfernten Job.
Weit von zu Hause, wie bekloppt.
Zu Hause warten Frau und Kind,
die so, wie Papa, einsam sind.

Elisabeth Monsig, 2015

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Die AdS-Stadtrundfahrt

Für 20 Euro gebucht und am Postplatz angetreten, begann die geführte Stadtrundfahrt zu Dresdens historischen Orten. Die Begleiterin im Bus erzählte uns, dass August der Starke (AdS) ein gaaaaanz toller Bursche war und dass Dresden ihm sooooooo viel zu verdanken hat. AdS erbaute diesen Park – AdS erbaute dieses prächtige Barockschloss – AdS schenkte den Bürgern Dresdens diese Glocke – AdS baute dieses Palais – AdS baute den Zwinger – AdS hat diese Prachtstraße errichtet – AdS speiste die Armen – AdS baute die Hofkirche – AdS baute dieses Museum – er erbaute das Schloss Pillnitz und das Jagdschloss Moritzburg – AdS – AdS – AdS.

Nach der Fahrt sprach ich die Reiseleiterin, vom Alter und vom Dialekt her zu urteilen eindeutig in der DDR zur Schule gegangen, an und fragte sie: „Und wohin gingen die Bauleute als die chinesische Mauer fertig war?“ Sie antwortete mit dem sächsischen Wort für „Wie bitte“: „Häääää?“ Ich sagte: „Na, der liebe August wird doch all diese Gebäude nicht selber gebaut haben, da gab es doch noch Maurer, Maler, Steineschlepper, Gärtner, Tischler, Dachdecker und Hilfsarbeiter – die haben doch die Arbeit getan… “Sie überlegte kurz und sagte: „Ein interessanter Aspekt, ich werde meinen Chef mal ansprechen und vorschlagen, ihn mit in die Erklärung einzubauen.“

Ich kreuzigte mich symbolisch vor Mitleid und ging.

Fiete Jensen, 2017
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Einzug ins Paradies
in memoriam Hans Weber

Ich wäre gern in dieses Haus gezogen
Ins elfte Stockwerk einer andern Zeit
Mit all den Mängeln unterm Himmelsbogen
Mit Zweifeln und mit Hoffnung meilenweit

Ich schlendere mit dir auf den Balkonen
Durchs schöne unvollkommne Paradies
Und weiß bei jedem Schritt, hier lässt sich’s wohnen
So zwischen erstem Grün und Schlamm und Kies

Hier, wo die Menschen offnen Herzens fragen
Woher kommt einer und wo geht er hin
Das tausendmal Gesagte nochmals sagen
Und alles hat am Ende einen Sinn

Ein guter Mensch zu sein, kann hier gelingen
So wie es einen gibt, der es entdeckt
Hier kann ich dir die alten Lieder singen
Bevor ein neues seine Flügel streckt

Zur Nacht erklärst du mir dann all die Sterne
Und manches, was im Leben sonst nichts zählt
Wir schauen in die wunderschöne Ferne
Wo sich die Wirklichkeit dem Traum vermählt

Ich wäre gern in dieses Haus gezogen
Ins elfte Stockwerk einer andern Zeit
Mit all den Mängeln unterm Himmelsbogen
Mit Zweifeln und mit Hoffnung meilenweit

Frank Viehweg, 2012

 

Bush und Trump

Erst hat Bush die Welt belogen,
dann ist er in den Krieg gezogen.
Der nahe Osten war das Ziel,
der Irak ihm grad gefiel.

Das Erdöl war das wahre Ziel,
im Nahen Osten gibt es viel.
Und für die Amis reicht das schon
für eine schnelle Aggression.

Die Welt hat dabei zugesehen,
ließ das Massaker dort geschehen.
Auch Blair in purem Angriffswahn
war begeistert von dem Plan.

Was damals im Irak geschehen,
kann man auch woanders sehen.
Die USA sind rücksichtslos,
folgen ihren Zielen bloß.

Sie greifen ein mit Militär,
als wenn die Welt ihr Eigen wär.
Völkerrecht hat kein Gewicht,
denn es interessiert sie nicht.

Die Hoffnung, dass es besser werde,
und Frieden gibt auf unsrer Erde,
ist inzwischen wohl gestorben.
Donald Trump hat sie verdorben.

Schon Bush war sicher schlimm genug,
regierte nur mit Lug und Trug.
Hörte gern auf Kriminelle,
führte Krieg mal auf die Schnelle.

Wer halbwegs diese Welt versteht,
glaubt nicht, dass es noch schlimmer geht.
Doch den Beweis dafür tritt an,
Trump, der regieren auch nicht kann.

Werner Hüper, 2017
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