Lissabon, Portugal – Neugeborenes in Müllcontainer gefunden – Retter war ein Obdachloser

Baby erhält erste Hilfe vom Notarzt, INEM - Screenshot Instagram-INEM

Die Welt ist krank und wenn man in den Nachrichten sieht, dass ein Obdachloser ein Neugeborenes Kind aus einem Recyclingcontainer vor dem erfrieren rettet, dann zweifelt man schnell an der Existenzberechtigung der Spezies Homo Sapiens. Die Rettung des Kindes durch einen Menschen, der am Rand unserer Gesellschaft sein Leben fristet, gibt dann aber wieder Hoffnung und Ansporn, um eine bessere Gesellschaftsordnung zu erschaffen.

Rui Filipe Gutschmidt – 7. November 2019

Ein neugeborenes Kind wurde an diesem Dienstag in einem Müllcontainer in Lissabon gefunden und anschließend in das Donna Estefânia-Krankenhaus gebracht. Der Säugling ist, Laut einem Mitarbeiter dieses Krankenhauses „klinisch gesund“ und „stabil“. Dennoch wird das Baby weiterhin auf der Intensivstation des Kinderkrankenhauses „überwacht“, um auf Nummer sicher zu gehen.

Als ein Wohnungsloser den Recyclingcontainer für Verpackungen nach etwas brauchbarem durchsuchen wollte, hörte er ein klägliches Wimmern aus dem inneren und traute seinen Augen nicht, als er das nackte, halb erfrorene Baby sah. Er riss den Einwurf des Containers auf, um besser an das Kind zukommen während jemand den Krankenwagen rief. Dieser Mensch muss belohnt werden!

Laut einer Quelle der Polizei gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa „wurde das Neugeborene am späten Dienstag-Nachmittag von einem Obdachlosen in einem Müllcontainer an der Avenida Infante D. Henrique in Lissabon, in der Nähe der Discothek Lux gefunden. Der Säugling hatte keine Kleidung, und keine Decke, dafür aber noch einen Teil der Nabelschnur.“

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass eine entsprechende Untersuchung eingeleitet wurde. Die Untersuchung steht unter der Aufsicht des DIAP von Lissabon (Abteilung für Ermittlungen und strafrechtliche Maßnahmen von Lissabon) und liegt in der Hand der Kriminalpolizei in Zusammenarbeit mit der PSP .

Die Frage nach dem WER und dem WARUM wird entscheiden, ob die Mutter des Kindes verantwortlich gemacht werden kann. Das Baby hatte keinerlei Schutz gegen die Kälte, der es 3 bis 4 Stunden lang ausgeliefert war, und kam daher schwer unterkühlt ins Krankenhaus. Dieser Fall wird noch Wellen schlagen, wenn die Behörden das Videomaterial der Überwachungskameras ausgewertet haben.

Man mag eine Gänsehaut bei dem Gedanken an die Umstände der Geburt dieses Kindes bekommen, aber eher auf Grund der menschlichen Kälte, die schlimmere Auswirkungen bei dem Kind zur Folge haben könnte, als die 3 bis 4 Stunden ohne Decke zwischen den Plastikflaschen und Milchtüten im Müllcontainer. Mehr dazu, wenn es nähere Erkenntnisse gibt.

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2 Kommentare

  1. Die Unmenschlichkeit kennt keine Grenzen.

    Immer wieder erschreckt mich, wie sich der Mensch entwickelt.

    In dieser Welt,wo es an nichts mangelt, gedeihen die psychische Kranken wie Unkraut aus dem Boden.

    Menschen, finden sich im Netz nach oberflächlichen Kriterien um sich gegenseitig etwas vorzumachen.

    Liebe, bekommt eine neue Definition und heisst, benutz mich und wird mich weg.

    diese Grausamkeit, erleben wir täglich.

    Wie soll diese Spezies, noch Herz entwickeln?

    Es gehört eine unglaubliche Brutalität und Kälte um ein Neugeborenes so zu entledigen.

    Es gibt immer mehr Angebote für hirnlosen Frauen.
    In Portugal,sogar kostenlos.

    Jedoch scheint dieses Land nicht wirklich diese Frauen zu erreichen.

    Vielleicht wäre es wichtig in den Schulen sexualuntericht in der 5 Klasse zu fördern.

    Jedoch sehe ich Schwarz, für eine Gesellschaft, die vor dem dauerlaufenden Ferseher geistig und emotional verarmt.

    Der Obdachlose war ein Erdenengel, der diesem Kind geschickt wurde weil Gott es hier wollte.

    Möge Gott im gute Eltern geben.

    Ich selbst bin in Portugal geboren und im Achten Lebensjahr nach Deutschland gekommen.

    Bei meinen Besuchen in Portugal, erlebe ich intelligente Menschen eher als ignorant und achtlos, disziplinlos und ordnungslos miteinander umgehed.

    Die Medien berieseln mit ihren brutalen Auswürfe 24 Stunden den Konsumenten.

    Man hat das Gefühl in einem degenerierten Land zu sein.

    Ich habe noch Hoffnung.
    A.S.

    • Man fand die Mutter inzwischen in einem Obdachlosenzeltlager in der Nähe. Die genauen Umstände sind noch nicht klar, aber Präsident Marcelo hätte, statt ein Selfie mit dem Mann zu machen, ihm lieber eine Arbeit und eine Wohnung besorgen sollen. Die Christdemokratie, zur der sich der Präsident bekennt, setzt auf Spenden und Almosen (auf erstere bin ich mit der Arbeit auf dieser Seite selbst angewiesen und daher weiss ich, dass zu wenig Menschen es sich leisten können zu spenden, weil sie selbst kaum was haben…) um die Armut zu beseitigen. Doch es muss Aufgabe des Staates sein, denen zu helfen, die VOM Rand unserer Ellenbogengesellschaft gestoßen wurden. Wenn die näheren Umstände dieses Falls bekannt werden, dann schreibe ich einen Folgeartikel – versprochen.
      Der Autor Rui Filipe Gutschmidt

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