Leipzig: 500 Menschen versuchten Abschiebung zu verhindern

Nächtlicher Einsatz. Bild YouTuvbe screenshoot


In Leipzig haben Dienstag Nacht bis zu 500 Menschen eine Straße besetzt, um die Abschiebung eines 23-jährigen syrischen Kurden nach Spanien zu verhindern. Die Demonstranten/-innen blockierten die Straße. Die Abschiebung wurde allerdings durch die zwischenzeitlich eingesetzte sächsische Bereitschaftspolizei brutal durchgesetzt. Der Schutzsuchende wurde aus dem Haus gezerrt und der Weg durch die Demonstrantinnen und Demonstranten wurde mit Pfefferspray und Schlagstöcken freigeprügelt. Mehrere Verletzte blieben zurück


Volkskorrespondentin Kiki Rebel – 14. Juli 2019

Mohamad A. kam aus dem kurdischen Rojava in Nordsyrien über Marokko und Spanien nach Deutschland und floh vor dem Terror der IS. Trotz der Proteste wurde Mohamad am Dienstag nach Spanien abgeschoben. Dort hatte er seinen ersten Asylantrag gestellt.

Auf der nächtlichen Solidaritätsaktion kamen auch die Mutter und der Vater des Abgeschobenen zu Wort und schilderten ihre Sicht der nächtlichen Ereignisse: Die Polizei soll die Tür eingetreten und die Frau geschlagen haben, berichteten sie. Der Sohn habe seit seinem Aufenthalt in Deutschland versucht, an Integrationskursen teilzunehmen und einen Job zu finden. Er hätte gerne eine Ausbildung als Mechatroniker gemacht. Abschließend dankten die Eltern der Menge für ihre Solidarität.

Video über die Abschiebung und den Polizeieinsatz


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