Ist der Klimawandel gewollt? China und Russland wollen eisfreies Nordmeer als Handelsroute

Nordostpassage-NASA - Wikipedia Commons CC 0

Viele wollen den schnellen Klimawandel nicht wahrhaben oder den Einfluss des Menschen kleinreden. Es ist nicht weiter verwunderlich, denn die Rohstoff- und Energiemafia verdient Milliarden mit fossilen Brennstoffen. Aber auch das Abschmelzen der Eiskappe am Nordpol bringt neue Gewinnchancen für das Großkapital mit sich. Cui bono?

Rui Filipe Gutschmidt – 20. Mai 2019

Wer hat den Nutzen? Das ist eine Frage die man sich immer wieder stellen sollte, wenn es um die Wahrheitsfindung geht. Dabei sind nicht immer alle Profiteure auch Verursacher einer Situation. Aber kaum einer dieser Konzerne wird eine gute Gelegenheit verhindern wollen, wenn diese sich bietet.

So ist es auch mit dem Nutzen der unmittelbaren Folgen des Klimawandels. Während kleine Inseln und Staaten wie Bangladesch mit einem Anstieg des Meeresspiegels zu kämpfen haben, oder höhere Wassertemperaturen zu stärkeren Stürmen führen, profitieren andere von eisfreien Häfen und Schiffsrouten im Nordpolarmeer. Es sind die Chinesen und die Russen, die der Nordostpassage ihre Aufmerksamkeit zuwenden.

Laut Sputnik erklärte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Forum in Chinas Hauptstadt Peking: „Wir erwägen die Möglichkeit ihrer (Nordostpassage) Verbindung mit der chinesischen maritimen Seidenstraße. Dadurch soll eine globale und konkurrenzfähige Route geschaffen werden, die das nordöstliche, östliche und südöstliche Asien mit Europa verbinden wird.“

Der neue Seeweg, der dem Suezkanal sein Monopol nimmt, ist um vieles kürzer und macht den Import chinesischer Waren billiger für den Handel in Europa. Doch wenn sich dieser Handelsweg lohnen soll, dann muss Europa seine Produkte genauso günstig nach Fernost verschiffen. Eine ausgeglichene Handelsbilanz und nicht nur möglichst hohe Profite für die eigene Oligarchie, müsste von den Regierungschefs weltweit ausgehandelt werden. Eine maritime Seidenstraße an der russischen Küste im Nordpolarmeer entlang lohnt sich nur, wenn die Menschen in Europa Geld in der Tasche haben, um die Waren kaufen zu können. Doch das ist wieder ein anderes Thema, auch wenn alles zusammenhängt.

Desweiteren sind Russen, Kanadier, US-Amerikaner und Norweger auch dabei in den jetzt eisfreien Gebieten die Öl- und Gasvorkommen stärker auszubeuten. Neue Projekte sollen noch mehr fossile Energieträger fördern, die unsere Atmosphäre weiter aufheizen und so das Problem für all die unwichtigen Inseln und Küstenregionen verschlimmern. Das die Konzerne, die ohne Rücksicht auf die Umwelt, die Tiere, die Menschen und das Leben an sich auch noch den letzten Tropfen Öl aus den Tiefen der Erde holen und Staaten, Regierungen und Menschen die ihnen nicht das geben was sie wollen mit Krieg überziehen, auch Medien und gekaufte „Wissenschaftler“ nutzen, um Zweifel an Klimawandel, Umweltverschmutzung und Ausbeutung der Ressourcen zu streuen, sollte keinen wundern. Verschwörungen gibt es viele, es fragt sich bloß welche wirklich wahr sind und wer oder was dahinter steckt. Wie Anfangs erwähnt: „Cui bono?“

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