Drei Mal mehr als normal: Erdbeben erschüttern die Welt

Der Pazifische Feuerring. Pixabay CC0 Public Domain

In den letzten Tagen gab es drei Mal so viele Erdbeben wie es sonst üblich ist. Das ist höchst alarmierend. Kommt bald das „Big One“? 

Marco Maier – 16. Juli 2019

Alleine in den letzten Tagen haben wir einige große Erdbeben entlang des Pazifischen Feuerrings erlebt. Ein 7,3 in Indonesien, ein 6,6 in Australien und ein 6,1 in Japan sowie heute ein 6,2 in Papua Neu Guinea folgten den heftigen Erdbeben kürzlich in Kalifornien. Jene, die die stärksten tektonischen Erschütterungen des westlichen US-Bundesstaats waren, die dieser in den letzten Jahrzehnten erlebte.

Wenn man sich die Daten bei „Earthquake Track“ ansieht, erkennt man: diese Erschütterungswelle ist nicht normal. Rund um den gesamten Erdball hatten wir in den letzten 12 Monaten durchschnittlich 192 Erdbeben pro Tag mit einer Magnitude von mehr als 1,5. Das ist schon relativ viel. In den letzten 30 Tagen waren es schon durchschnittlich 371 Beben und in den letzten sieben Tagen sogar 592 täglich. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung gab es in den letzten 24 Stunden immerhin 365 Beben.

Der pazifische Feuerring. Der Mount Kilauea befindet sich quasi im Zentrum. Bild: Wikimedia /

Solch eine Erdbebenwelle weicht von der üblichen Rate deutlich ab. Die letzten sieben Tage waren in etwa drei Mal so intensiv wie die letzten zwölf Monate. Da fragt man sich, was unter der Erdoberfläche momentan los ist. Und mehr noch: wann kommt das nächste „Big One“? Immerhin gab es seit Beginn der Messungen vor rund hundert Jahren 13 solcher Mega-Erdbeben mit einer Magnitude von 8,6 oder mehr. Nur eines davon (jenes in Tibet 1950) war nicht am Pazifischen Feuerring.

Je nachdem wo sich dieses mit Sicherheit kommende „Big One“ ereignet, muss man nicht nur mit potentiell hunderttausenden Toten in direkter Folge der Erschütterungen und der kollabierenden Bauwerke rechnen, wenn sich dieses in einem Ballungszentrum wie Los Angeles, Manila oder Jakarta ereignet. Auch die Tsunamis, die unter Umständen den Pazifik oder den Indik durchlaufen werden, darf man nicht unterschätzen. Auch sie können hunderttausende Menschen mit in den Tod reißen.

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