Die Mitfinanzierung der Massaker in Mali durch die EU

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Eigentlich sollte die Migration eingedämmt werden. Dafür unterstützt die EU mit 100 Millionen Euro eine Militäreinheit in Afrikas Sahelzone, doch werden offenbar Zivilisten von deren Soldaten ermordet.
Edgar Schülter – 30. September 2018
Es krachen Schüsse auf den Wochenmarkt von Boulikessi, einer Stadt in Mali. Dabei wird ein Soldat tödlich getroffen Als Rache dafür sterben gleich zwölf Zivilisten.
Jetzt wird der Vorfall durch die Uno-Mission Minusma, bei der auch deutsche Soldaten beteiligt sind, untersucht. Das Urteil ist klar und deutlich. Die malischen Soldaten haben eiskalt die Menschen ohne Vorwarnung willkürlich getötet.
Dabei gehörten diese Soldaten zu Malis Bataillon „G5 Sahel Joint Force“. Eigentlich eine 5000 Mann starke Truppe, die mit EU Geldern nicht nur Terroristen sondern auch Menschenschmuggel bekämpfen sollte. Vor allen Dingen sollte Migration eingedämmt werden. Der Fall wird somit eine sehr heikle Angelegenheit für die EU.
Die Truppe wird zunehmend für einen Problem für die EU, denn das Massaker von Boulikessi war offenbar kein Einzelfall. Es gab bereits schon in März und April ähnliche Vorkommnisse. Dabei haben die malischen Soldaten Häuser angezündet und Zivilisten einfach gekidnappt, um diese anschließend zu erschießen. Durch diese Terror-Verbreitung wird aber die Migrationslust eher noch gefördert statt eingedämmt.
Aus der EU-Komission hieß es dazu, man hätte die Behörden in Mali sofort aufgefordert, zu den Ereignissen von Boulikessi Stellung zu nehmen. Ob aber die weitere Finanzierung der G5 Sahel Truppe ausgesetzt wird, könnte die Komission nicht entscheiden. Dies sei eine Aufgabe der vom Rat der Mitgliedstaaten entschieden werden müsse. Schließlich haben diese das Projekt genehmigt.
Die Lage in Mali gilt als besonders instabil. Im Jahr 2013 wurde der Norden des Landes von Islamisten überrascht und diese konnten erst durch das Eingreifen des französischen Militärs zurückgedrängt werden.
Die Minusma-Mission, eine die bis jetzt als gefährlichster UNO-Einsatz gilt, versucht in Mali einigermaßen für Stabilität zu sorgen. Doch leider gelten große Teile des landes als gesetzlos bei denen nur die Gewalt und Willkür herrschen.

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