Die Faust der Senioren & Seniorinnen

Senioren verdienen unseren Respekt - Bild von Prachtlamas, Lamatherapie bei Flickr.com CC BY-SA 2.0

Wolfgang Honold – 13. Mai 2020

Ich habe in meinem unruhigen Ruhestand wieder einmal gründlich nachgedacht und bin dabei vor Entrüstung fast in Rage geraten. Liebe Senioren und Seniorinnen, ich bin als schweizer Mann mit Wohnsitz in der Schweiz mit meinen jetzt 84 Jahren, teils älter, teils jünger als Ihr, aber immerhin einer von Euch. Lauft bitte nicht gleich weg. Ich will Euch nichts verkaufen. Nur meine Gedanken näher bringen, die auch Euch ohne jeden Zweifel voll betreffen.

Vorab also mal soviel, und dann kommen wir gleich zum Punkt:

In Art. 1 der Verfassung unseres nördlichen Nachbarlandes steht, ich zitiere: „Art 1. (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“. Ende des Zitates.

Ich finde, diese Sätze sollten in den Verfassungen aller Länder dieser Erde stehen. Genau die gleichen Sätze stehen zwar so in der Schweizerischen Bundesverfassung nicht, doch können wir glücklicherweise davon ausgehen, dass in der Schweiz nach diesen ethisch-moralischen Vorgaben weitestgehend gelebt wird. Auch kommen wir Senioren in der Schweiz mit unseren fürsorglichen Gemeindeverwaltungen und betreuerischen Einrichtungen wie „Pro Senectute“ und „Spitex“, usw. im Vergleich zu vielen anderen Ländern ziemlich gut weg. Dafür wollen wir gerne Dankeschön sagen. Lausig sieht es hingegen für uns in wirtschaftlichen Teilbereichen aus, und das müssen wir so hinnehmen, weil wir als unorganisierte Einzelmenschen keine Chance haben dagegen anzugehen. Hier nur mal 2 Beispiele:

1) Ich habe meinen Führerausweis gerade vor Kurzem nach der verkehrsmedizinischen Kontrolle ohne Auflagen für 2 weitere Jahre verlängert bekommen. Ich bin immer noch in der Lage die Strecke Zürich-Lissabon (Heimat meiner Frau) von 2200 km mit unserem Auto in 18 reinen Fahrstunden (mit einer Übernachtung zwischen Zaragoza und Madrid) problemlos zurück zu legen. Geht momentan aber nicht, weil zu Frankreich und Spanien und Portugal die Grenzen wegen der Covid-19 Pandemie noch geschlossen sind. Nach Portugal fliegen wäre möglich, aber dann bräuchte ich dort einen Mietwagen. Den bekomme ich aber ab Alter 70 nicht mehr. Das trifft auch für die Schweiz und andere Länder zu. Wie kann man es Unternehmen durchgehen lassen, Senioren so willkürlich und unwürdig auf Grund deren Alters pauschal abzuwerten und zu benachteiligen?!

2) Senioren und Seniorinnen bekommen in der Schweiz und anderswo auf ihre Immobilie von keiner Bank eine Hypothek mehr, wenn sie das Alter von 80 Jahren erreicht haben, obwohl die Immobilie auch nach Ableben ihres Eigentümers ihren dinglichen Wert für die Bank ja nicht verliert. Auch dagegen ist man als Einzelmensch machtlos. Die Banken (auch Kantonalbanken und Staatliche Hypo-Banken werden freiwillig ohne Druck von aussen oder oben daran nichts ändern. Was bleibt also zu tun, wenn man als Senior auch hier nicht wieder von Menschen, die wir großgezogen haben, als „Mensch 2. Klasse“ behandelt werden will?

Und damit wären wir beim springenden Punkt angelangt: Ich spiele mit dem Gedanken eine Senioren-Bewegung ins Leben zu rufen, in welcher diese die Möglichkeit und das nötige gesellschaftspolitische Gewicht erhalten, sich zusammen als Solidargemeinschaft gegen diese und andere Machenschaften mit guter Erfolgsaussicht zur Wehr zu setzen. Das könnte doch mit den heutigen technischen Möglichkeiten, wie Video-Konferenzen, email, facebook, einer eigenen Internet page und Plattform, z.B. mit Online-Magazin sehr kostengünstig gemacht werden. Entsprechende ebenfalls pensionierte High-Tech Fachleute und Juristen könnten doch als Mitglieder zu uns stossen. Auch durchaus jüngere Leute, die „ein Herz für uns Senioren“ haben. An Themen würde es uns nicht mangeln, wie z.B. auch in Fragen der Sterbehilfe, der Euthanasie und vieles mehr. Die Bewegung dürfte allerdings keinen konfessionellen und religiösen Einflüssen unterliegen.

Konfessionelle Zugehörigkeiten der Mitglieder sollen möglich sein, aber für die Bewegung einfach keine Rolle spielen. Eine solche Bewegung, die ja keine nationalstaatliche Partei darstellt, könnte sich auch international rapide sehr weit ausbreiten, und damit ein umso grösseres gesellschaftliches Gewicht erlangen. Das würde vieles erleichtern. So könnten z.B. ausgerufene Konsumstreiks grosse Wirkung erhalten. Ich selber könnte mit meinen 9 Sprachen, in denen 3 der schweizer Landessprachen enthalten sind, und mit meiner langen internationalen Geschäfts- und Lebenserfahrung die Verbindungen zur Welt herstellen und betreuen. Wer nun unter  Euch von mir angesprochenen Freunden und betroffenen Leidens- Mitgefährten sich zu dieser Thematik mit Gedanken und Vorschlägen und/oder der Bereitschaft mitzumachen äussern will, kann dies gerne auch auf meine email-Adresse machen: honold1998@gmail.com, um damit nicht in der Öffentlichkeit zu erscheinen. Ansonsten sind meinerseits auch Kommentare auf Facebook willkommen. Dank im Voraus.  Und meine besten Wünsche für Euch und Eure GESUNDHEIT.

Wolfgang Honold-Sacoto

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