Die böse Fehlerkurve

Konjunktur - Bild von Christoph Scholz - Flickr.com CC BY-SA 2.0

 

Was ich mache? Was ganz Dummes: Ich denke über die Konjunktur nach. Sie ist bei uns immer noch da. Aber wie lange noch?

Wolfgang Honold – 16. Juli 2019

Aber wie lange noch? Betriebe haben Arbeit und könnten noch mehr haben, wenn sie mehr echte Fachleute finden würden. Tun sie aber nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Sie lassen – aus Gründen der Einsparung von Kosten – langjährige Fachleute mit ihrem Know-how, das doch anteilmäßig „Kapital“ der Firma darstellt, laufen. Klingt unglaublich. Ist aber war. Die Arbeit wird nicht weniger. Nur das Personal, dass sie verrichten muss. Kosteneinsparungen sind angesagt. Und werden von höchster Stelle angeordnet. Ergo – erster Gedanke – Personalreduzierung. Aber bei dieser Übung „beißt sich die Katze in den Schwanz“. Die böse FEHLERKURVE in Produktion und Verwaltung, die der Teufel erfunden hat, krümmt sich – bei überlastetem Personal – steil nach oben. Die Folge: Der gerade noch eingefahrene bescheidene Betriebsgewinn schmilzt wie Butter an der Sonne. Das Eingesparte geht dabei wieder flöten. Aber dann ist es schnell einmal zu spät, „den Hebel wieder in die Eingangsposition herum zu reißen“.

Ein Blick auf die Bilanz zeigt: Das Unternehmen verdient nichts mehr. Der oder die Unternehmer, bzw. der oder die Eigentümer verlieren ihr eingesetztes Geld. Warum? Konkurrenzdruck zwingt das Management mit den Preisen im Keller zu bleiben. Aktionäre steigen aus. Banken schlagen Alarm. Kündigen Kredite. Betriebsgebäude und Maschinenanlagen verlieren ihren Wert. Kundenseitige Schadenersatzklagen wegen fehlerhafter oder ausgebliebener Lieferung verpassen dem Unternehmen letztendlich den „Gnadenstoß“! Der Arbeitnehmer, der sich Jahre lang zu Tode geschuftet hat, sitzt auf der Strasse. Und schläft, nachdem er nach etwa einem Jahr „ausgesteuert“ wurde, unter einer Brücke. „Der Vater Staat“ soll’s richten, sagt er. Ein glatter Trugschluss, denn den gibt es in dieser Form gar nicht. Der Staat setzt sich einzig aus den stimmberechtigten Bürgern zusammen. Sie sind der „Souverän“. Alles was dieser „vom Staat“ verlangt, muss er selber mit Steuergeldern begleichen. ABER MIT WAS STEUERN BEZAHLEN, WENN MAN KEIN EINKOMMEN HAT ? Wer hierauf eine kluge brauchbare Antwort hat, soll sich ganz schnell melden ! Denn ich, d.h. meine Wenigkeit, hat sie nicht.

 

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