Deutschland: Privatleute horten mehr Gold als die Bundesbank

Goldbarren Pixabay CC0 Public Domain

Die Deutschen besitzen mehr als doppelt so viel Gold als die Bundesbank. Inzwischen sitzen sie auf einem Rekordberg des Edelmetalls. 

Marco Maier – 16. April 2019 

Drei Viertel der Deutschen besitzt laut einer neuen Umfrage von Forschern der Steinbeis-Hochschule für die Reisebank Gold, wie Medienberichte verlautbaren. Zumeist in Form von Schmuck, Münzen oder Barren. Geschätzt wird, dass die Bundesbürger eine Rekordmenge von 8918 (+246 gegenüber 2016) Tonnen des beliebten Edelmetalls in ihrem Besitz haben, was deutlich mehr als das Doppelte dessen ist, was die Bundesbank an Goldreserven hält. Diese belaufen sich auf 3.370 Tonnen.

Sollten diese Zahlen einigermaßen Stimmen (immerhin wurden gerade einmal 2.000 Menschen befragt), wären immerhin 6,5 Prozent der gesamten bekannten globalen Goldvorräte (12.288 Tonnen) in deutschem Besitz und hätte einen Wert von knapp 460 Milliarden Euro.

Gerade im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2008/2009 haben sich immer mehr Deutsche mit Gold eingedeckt, weil sie wissen, dass das Edelmetall auch in Zeiten von Hyperinflation und ökonomischem Kollaps stets seinen Wert behält und eine sichere Anlageform bleibt, auch wenn es keine Zinsen abwirft.

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