Deutschland, 9. November 1989

Grenzbefestigung (genannt "Die Mauer") zwischen Berlin-Reinickendorf (West) und -Pankow (Ost). Bild: Bundesarchiv

Über 30 Jahre ist es nun her das die in Ost und West verhasste Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten, der DDR und der BRD unter Freudengeschrei überflüssig wurde.

Parole der KPD/ML in Westberlin. Bild: Archiv Roter Morgen

Seit Wochen trommeln die Medien ihre Legende vom Mauerfall. Eine große Propagandablase von Freiheit und friedlicher Revolution. Filme, Veranstaltungen usw. überziehen das Land. Einseitig wird über die Ereignisse an der Staatsgrenze der DDR berichtet. Einst, nachvollziehbar, als „Antifaschistischer Schutzwall“ und zur Verhinderung von Republikflucht gebaut, wurde sie in der Bevölkerung nach und nach immer verhasster und warf kein gutes Licht auf den deutschen Staat, der vorgab, der Staat der Arbeiter und Bauern zu sein.

Redaktion AmericanRebel – 13. November 2019
zur Verfügung gestellt von AmericanRebel

Ein Großteil der Kommunisten und der kommunistischen Parteien und Organisationen in Deutschland unterwarfen sich dem Diktat der seid langen revisionistisch entarteten KPdSU unter Chruschtschow und Breschnew. Nur die kleine KPD/ML kämpfte als revolutionäre, kommunistische Partei in der DDR und der BRD für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland. Sie war die einzige gesamtdeutsche Partei die die Interessen aller Werktätigen vertrat. Aber bedeutungslos war sie nicht, denn dann hätten die Herrschenden und ihre Organe das Ministerium für Staatssicherheit und der Verfassungsschutz, die übrigens in dieser Sache auch gern zusammen arbeiteten, sie nicht so brutal und unnachgiebig verfolgt. In über 200 westdeutschen Betrieben gab es Rote Betriebsräte, die konsequent die Interessen ihrer Kollegen/innen verfolgten. Tausende von politischen Prozessen in der BRD wurden gegen die Genossen/innen der KPD/ML geführt. Lange Haftstraße und Zerstörung der Familien und Freundeskreise erhielten viel KPD/ML-Genossen/innen in der DDR.

Bildnis das 1977 von Berliner Künstlern erschaffen wurde. Es war über 4 Meter breit und wurde z. B. bei Westberliner 1.-Mai-Demonstrationen auf einem LKW mitgeführt. Bild: Archiv Roter Morgen

Als es 1989 zum Volksaufstand kam, war sie letztlich, auch geschwächt durch die Zersetzungsarbeit von Trotzkisten, zu schwach um die Führung bei der Schaffung eines revolutionären sozialistischen deutschen Staates zu übernehmen.

Nachfolgend fünf Artikel die einige Geschehnisse um den 9. November 1989 näher beleuchten. Wir bitten auch um die Beachtung der umfangreichen Kommentare, die oft erzänzende Fakten offenlegen.

Redaktion AmericanRebel, 9. November 2019
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An die Ewiggestrigen:
Wie weltfremd und abwesend jeglicher Realität, muss man sein, um sich nicht einzugestehen, dass die „Mauer“ in Ost und West gehasst und nach und nach immer verhasster wurde, – auch und vor allen Dingen, bei den einfachen Menschen, die nicht verstanden haben und nicht verstehen konnten (weil die Propaganda der SED in dieser Hinsicht Grotten schlecht war), dass die Mauer, ein zu recht bezeichneter antifaschistischer Schutzwall war. Tatsache ist, und das gehört zur historischen Wahrheit, dass die einfachen Menschen diese Mauer hassten, Abgrund tief hassten, je länger sie stand.
Sascha Iwanow, November 2019

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>>> Zu den fünf Artikeln von Harry Popow, Hosteni, Parolengröhler und Victor Grossman

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