Der König im Schuldenstaat, bald Konkursverwalter?

Donald Trump Schuldenkönig Pixabay CC0 Public Domain

Demokraten und Republikaner sind sich fast nie Einig, mit Ausnahme jedoch wenn es darum geht mehr Geld auszugeben. Doch die USA bekommen bald ein gewaltiges Schuldenproblem.

Edgar Schülter Freiherr von Tollenz – 24. Juli 2019

Im September wäre der Regierung Trump das Geld wieder ausgegangen, jedoch einigten sich Demokraten und Republikaner, auf Kosten der Steuerzahler auf einen neuen Deal von 320 Milliarden Dollar. Donald Trump freute sich über diese parteiübergreifende Entscheidung und sieht Grund zum feiern. Wäre es nicht dazu gekommen, die USA wäre im September wie ein überschuldeter dritte-Welt Staat in die vollkommene Zahlungsunfähigkeit abgetaumelt.

Nach der nächsten Wahl soll sogar die Schuldenobergrenze einfach außer Kraft gesetzt werden. Trump bekommt dann sogar noch zusätzliche Milliarden für Militärausgaben. Die große Frage aber bleibt woher das Geld kommen soll. Tatsächlich werden die Kosten die für den Steuerzahler anfallen noch viel Höher sein. Wegen der zusätzlichen Zinskosten und dem Basiseffekt werde die Staatsverschuldung der USA in den nächsten 10 Jahren um insgesamt 1,7 Billionen Dollar steigen, laut der CRFB Finanzexperten.

Allein seit Trumps Antritt sind die Schulden von 19 Billionen Dolar auf den Rekordstand von 22 Billionen gestiegen. Die Zinskosten belaufen sich in diesen Jahr schon auf 350 Milliarden Dollar. Das da eines Tages die Blase platzen wird dürfte unumgänglich sein.

Nach bisherigen Schätzungen des unabhängigen Haushaltsbüros des Kongresses wird die Verschuldungsquote 2029 schon bei 92 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung liegen. Mit dem neuen Deal werde die Quote nun sogar auf 97 Prozent steigen, erwarten die Finanzexperten des CRFB.

So behauptet der republikanische Senator John Neely Kennedy, dass die Regierungsausgaben aus dem Ruder laufen. Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahren die Baby-Boomer-Generation in Rente geht. Die Staatsausgaben für Altersbezüge und Gesundheitsversorgung werden deutlich ansteigen. Zur Zeit steht die Verschuldung der USA bei 78 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Mit den neuen Deal wird dieser bis zum Jahr 2029 auf bis zu 97 Prozent steigen. Die USA steuern dann wie ein Auto auf die Klippen zu.

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