Auch die Türkei wird Soros-frei

George Soros. Bild: Wikimedia / Niccolò Caranti CC BY-SA 3.0

George Soros‘ „Open Society Foundation“ ist nun auch in der Türkei aus dem Spiel. Nach Vorwürfen von Terrorverbindungen gegen den Gründer ist auch dort kein Platz mehr für sie. 
Marco Maier – 30. November 2018
Die „Open Society Foundation“ ist schon aus mehreren Ländern geflogen, weil ihr vorgeworfen wird, die Gesellschaft aufzuwiegeln und umstürzlerische Aktivitäten gegen „unbequeme“ Regierungen zu unterstützen. Nach Ländern wie Russland, Ungarn und Mazedonien ist nun auch die Türkei so weit.
Wie der „Guardian“ berichtet, hat sich die Soros-Stiftung offiziell aus der Türkei zurückgezogen, nachdem der Gründer der türkischen Organisation inhaftiert wurde, weil man diesen beschuldigt, einen Oppositionellen zu unterstützen, der an einem Komplott zum Sturz der Regierung von Präsident Erdogan beteiligt sein soll.
Offiziell kündigte die Soros-Organisation an, sich aus der Türkei zurückzuziehen, nachdem das Innenministerium wegen der Gezi-Park-Proteste 2013 gegen sie ermittelte, um Verbindungen zwischen der Stiftung und den Drahtziehern der Proteste aufzudecken. Hakan Altinay, einer der Gründer des türkischen Open-Society-Ablegers, wurde vor zwei Wochen zusammen mit zwölf anderen Mitgliedern der Organisation festgenommen. Diese Leute sollen den bereits zuvor inhaftierten Osman Kavala unterstützt haben, der einerseits als Terrorpate in der Türkei gilt, aber auch dazu beigetragen haben soll, in Ungarn Massenproteste gegen die Regierung Viktor Orbans organisiert zu haben.
Erst letzte Woche warf Präsident Erdogan Soros vor, Instabilität und Uneinigkeit im türkischen Volk säen zu wollen, sowie destabilisierende Proteste zu organisieren. Er fragte: „Und wer steckt hinter ihm [Kavala]? Der berühmte ungarische Jude Soros. Dies ist ein Mann der Leute beauftragt, Nationen zu teilen und sie zu zerschlagen. Er hat so viel Geld und er gibt es dafür aus.“
Es scheint, als ob es sich George Soros mit seiner Politstiftung weltweit bei immer mehr Regierungen verscherzt, weil der zersetzende Einfluss seiner Organisation immer offensichtlicher zutage tritt. Doch während er in immer mehr Ländern der Welt zur „persona non grata“ avanciert, hofiert man ihn in den westlichen EU-Staaten und in Brüssel. Wie lange noch?

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