Antibiotika-Resistenz verursacht jährlich zehntausende Tote

Antibiotika Pixabay CC0 Public Domain
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Immer mehr Bakterien entwickeln Resistenzen gegen Antibiotika. Ob Krankenhauskeime, Tuberkulose oder Tripper – immer mehr Infektionen enden tödlich.

Marco Maier – 11. November 2018
Vor allem der unsachgemäße Gebrauch von Antibiotika durch die Patienten, aber genauso die verantwortungslose Verschreibung dieser Medikamente durch Ärzte sorgen dafür, dass immer mehr bakterielle Krankheitserreger dagegen immun werden und eine Behandlung der Infektion einfach nicht mehr möglich ist. In der EU gibt es deshalb bereits jährlich rund 33.000 Tote infolge dieser Antibiotika-Resistenzen.
In Sachen Tuberkulose, an der weltweit immer noch 1,6 Millionen Menschen (Zahlen für 2017) sterben, sieht es nicht besser aus. Insgesamt erkrankten im vergangenen Jahr laut offiziellen Angaben 558.000 Menschen an einer Form der Tuberkulose, die gegen eines oder gar mehrere Antibiotika resistent ist. Die Folge: Eine Sepsis und Tod.
Während gerade in den Entwicklungs- und Schwellenländern die meisten Menschen sozusagen „in der freien Wildbahn“, also durch den Kontakt mit bereits infizierten Menschen oder beispielswiese kontaminiertem Wasser angesteckt werden, geschieht dies in der EU hingegen vor allem in den Krankenhäusern. Etwa drei Viertel der Infektionen mit solchen Resistenten Keimen in Europa kommen von dort her. Laut Wissenschaftlern hätten in 39 Prozent der Fälle sogar Reserve-Antibiotika keine Wirkung mehr gezeigt.
Wir Menschen werden uns wohl darauf einstellen müssen, in Zukunft mit immer resistenteren Krankheitserregern konfrontiert zu werden, gegen die wir mit dem aktuellen medizinischen Stand und unseren Hygienemaßnahmen nicht mehr ankommen. Der Wettlauf mit der Zeit hat bereits begonnen und noch ist es nicht sicher, ob wir ihn überhaupt gewinnen können.

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