US-Navy: Dutzende „unsichere“ militärische Zusammenstöße

US Fregatte Pixabay CC0 Public Domain

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In den letzten beiden Jahren hatte die US-Navy insgesamt 69 „unsichere“ militärische Zusammenstöße mit den Iranern, Chinesen und Russen.

Marco Maier – 13. November 2018 

Das Pentagon schickt seine Kriegsschiffe, Flugzeugträger und U-Boote vor allem in die Nähe jener Staaten, mit denen es politische bzw. diplomatische Differenzen gibt. Dies führt immer wieder dazu, dass beispielsweise US-Kriegsschiffe beinahe mit jenen anderer Länder kollidieren oder aber auch die Kampfflugzeuge der Flugzeugträger bei ihren Rundflügen fast mit jenen der Opponenten zusammenkrachen.

Erst vor wenigen Tagen wurde ein Überwachungsflugzeug der US-Navy während des Fluges im internationalen Luftraum über dem Schwarzen Meer von einem russischen Kampfjet abgefangen, wie das obige freigegebene Video zeigt. Die Navy bezeichnete den Vorfall als „unsicher“ und „unverantwortlich“, da die russische SU-27 direkt neben der US-amerikanischen EP-3 Aries die Nachbrenner ndete und in Schräglage davonzog, so dass die Crew des amerikanischen Fliegers die Vibrationen deutlich spüren konnte. Dies war der erste Vorfall seit 2015, als die Russen die USS Ross im Schwarzen Meer elektronisch blendeten, so dass das US-Kriegsschiff zur Wartung der Systeme den nächstgelegenen NATO-Hafen anlaufen musste.

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In den letzten beiden Jahren waren aber nicht mehr wie früher die Russen hauptsächlich in solche gefährlichen Zwischenfälle verwickelt, sondern die Iraner und die Chinesen. Wobei auch hier anzumerken ist, dass es sich (wie auch bei den Russen) um Vorfälle handelt, die quasi direkt vor der Haustüre dieser Länder stattfanden, weil ihnen die Amerikaner mit ihrem Kriegsgerät vor der Nase herumfahren um sie zu provozieren.

Laut US-Militärstatistiken, die von CNN veröffentlicht wurden, sind gefährliche Begegnungen mit dem chinesischen Militär im Pazifik häufiger geworden. Sie enthüllen, dass die Marine seit 2016 18 unsichere oder unprofessionelle Begegnungen mit dem chinesischen Militär hatte. Ende September kam es im Südchinesischen Meer zu einem Showdown zwischen einem chinesischen Zerstörer und der USS Decatur. Das amerikanische Schiff führte damals eine Fahrt nach der (von Washington nicht ratifizierten!) Navigationsfreiheit durch, und das chinesische Kriegsschiff befand sich in einer Entfernung von knapp 40 Metern, was beinahe zu einer Kollision führte.

Noch kritischer ist es in der Straße von Hormuz beim Persischen Golf. In den letzten beiden Jahren gab es ganze 50 solcher Begegnungen mit dem iranischen Militär. Davon fanden 36 im Jahr 2016, 14 im letzten Jahr und in diesem Jahr bislang noch keine statt. Dennoch

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