Frankreich: Immer mehr Kinder mit rätzelhaften Missbildungen

Einsatz von Pestizide Pixabay CC0 Public Domain

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Ab dem Jahr 2009 erscheinen in Frankreich immer mehr Kinder aus verschiedenen ländlichen Regionen ohne Arme oder Hände. Sind Pestizide Schuld?

Edgar Schülter – 4. November 2018

In Frankreich stehen Wissenschaftler vor einem Rätzel. Gerade auf dem Land kommen immer mehr Kinder zur Welt mit Missbildungen. Häufig sind es Hände oder ganze Arme die fehlen. Die Behörden schwiegen einfach lange Zeit über diese Vorkommnisse. Erst Ende September 2018 wurden die Berichte veröffentlicht. Dabei wurden die Behörden schon im Jahr 2011 ausreichend über die Fälle informiert, reagierten jedoch gar nicht.

Erst als durch den französischen Sender France 2 die Tatsachen ans Licht kamen, bewegte sich was im französischen Gesundheitsamt. Der Sender berichtete über zwei Kinder die  in der Bretagne und der Region Loire-Atlantique Fehlbildungen hatten. Es wurde eine große Gemeinsamkeit der betroffenen Mütter festgestellt, da beide während der Schwangerschaft in ländlichen Regionen lebten.

Herkunft der Missbildungen noch unklar 

Man weiß noch nicht genau was die Ursache für diese Missbildungen ist Bisher weiß man nur, dass es sich nicht um erblich bedingte Schäden handelt. Auch kam es während der Schwangerschaft bei den betroffenen Müttern zu keinerlei Komplikationen. Nur eine Gemeinsamkeit gibt es. Alle Mütter dessen Kinder mit Missbildungen zur Welt gekommen sind, haben während der Schwangerschaft in der Nähe von Feldern gewohnt. Diese werden aber bekanntlich oft mit Pestiziden besprüht. Dabei ist es egal ob diese Fälle in Nord- oder Südfrankreich statt gefunden haben. Die Bedingungen waren jeweils immer die gleichen.

Für die Expertin Emmanuelle Amar, die Leiterin des regionalen Geburtsregisters für Missbildungen ist, handelt es sich um „ein klares Zeichen von äußeren Einflüssen auf den Fötus“. Emmanuelle Amar kritisiert daher scharf die Gesundheitsbehörde die anscheinend „unbequemen Fragen“ aus dem Weg gehen möchte. So behauptet Sie: Wenn sie die Fälle im Département Ain anerkannt hätten, dann wären sie von den Journalisten gefragt worden, warum es 2011, 2014, 2016 keine offiziellen Untersuchungen gab. Wir hatten die Fehlbildungen ja gemeldet.“ 

Gebrauch von Pestiziden könnte die Ursache sein

Ein weiterer Zusammenhang spricht dafür, dass diese Missbildungen immer typischer werden in ländlichen Regionen. Nicht nur Neugeborene wiesen Missbildungen auf aber auch bei Tieren konnten ähnliche Fehlentwicklungen festgestellt werden. Dennoch möchte keiner spekulieren ob die Ursache der Einsatz von Pestiziden sein könnte. So verschließt sich gerade die Gesundheitsbehörde, wenn es darum geht die Fälle besser aufzuklären. Man könnte eher Spekulieren, dass die Wahrheit nicht ans Licht soll.

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1 Kommentar

  1. Professor,Dr. Monika Krüger von der Uni-Leipzig berichtet schon seit Jahren über solche Missbildungen bei Tieren in Deutschland und Dänemark. Bei allen missgebildeten Tieren wurden hohe Glyphosatwerte festgestellt. Politiker und Behörden versuchen alles zu vertuschen. Wie viel Gieft müssen wir noch schlucken?

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