100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

8. März 2019, Stuttgart. Bild: Arbeit-Zukunft

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Die Redaktionen Info-Welt, AmericanRebel und Arbeit-Zukunft, sowie viele Autoren/-innen und das Dean Reed-Archiv Berlin, gratulieren allen Mädchen und Frauen von ganzem Herzen zum Frauentag 2020 und versichern ihnen, ihren Kampf für die noch lange nicht erfüllte Gleichberechtigung, immer solidarisch zu unterstützen.
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Ayşe Fehimli Kuzu – 8. März 2020
zur Verfügung gestellt
von AmericanRebel


Keine Gleichberechtigung der Frau soweit wir blicken!

Der Kampf von 40.000 Textilarbeiterinnen 1857 in New York gegen die Ausbeutung ihrer Arbeitskraft zeigt uns, dass alles mit dem organisierten Kampf von Frauen möglich ist. Weil sie sich gegen niedrige Löhne und lange und schlechte Arbeitsbedingungen auflehnten, wurden sie dutzende Male von den Arbeitgebern angegriffen. 129 Arbeiterinnen starben währende des Streiks in den Flammen der Fabrik, die mutwillig in Brand gesetzt wurde. Der Angriff auf die Arbeiterinnen war ein politischer Mord. Mit dem Gefühl, ein starkes Kollektiv zu sein wehrten sich die 40.000 Arbeiterinnen vehement und verteidigten ihre Rechte und Forderungen auf Gleichheit und Freiheit. Ihr Kampf bildet die Brücke des Kampfes zwischen gestern und heute.

Plakat der KPD, geschaffen von Käthe Kollwitz. Bild: Archiv Roter Morgen

Arbeiterinnen und Werktätige Frauen! Heutzutage zwingt der Kapitalismus und Faschismus in Europa, dem so genannten “Paradies” von Demokratie und Menschenrechten, uns Arbeiterinnen und werktätigen Frauen sowohl im Berufsleben als auch auf den Körper bezogen Ausbeutung, unmenschliche Arbeitsbedingungen, Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalt auf.

Der Lohnunterschied zwischen Männer und Frauen wächst von Tag zu Tag. Um die Lasten des Herrschaften nicht tragen zu müssen, gehen wir Arbeiterinnen und werktätigen auch nicht werktätigen Frauen auf die Straße mit der Parole “Grenzenlosfeminismus” “Wir tragen eure Last nicht mehr” und wenden uns an die Kapitalisten: “Nehmt eure Hände von unserer Arbeitskraft”

Demonstrationsspitze der Weltfrauenkonferenz, die vom
13. bis 18. März 2016 in Nepal stattfand

So wie in Syrien bedrohen und angefangen heute Krieg gegen Kurden und Zerstörung im Mittleren Osten des Leben der Frauen. Die Kurdischen Frauen in Rojava und Afrin kämpfen an vorderster Front für die Befreiung der Frauen und des Volkes im Krieg gegen die Imperialisten, Faschisten die die Identität, das Land und den Freiheitswillen des kurdischen Volkes angreifen, Urteile fällen wie “der Körper von kurdische Frauen ist helal” und Vergewaltigungen durchführen und diese “stündliche Trauungen” nennen. Sie kämpfen gegen Rückständigkeit mit Stand von Mittelalter und gegen Banden. Wir sagen gegenüber diesen rassistischen Angriffen: “Lasst uns Frauen zusammenkommen und uns organisieren, um unsere Rechte auf Leben zu verteidigen”.

Heutzutage nehmen Gewalt, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen von Frauen weltweit brutale Ausmaße an. Jedes Jahr werden 6000 Frauen ermordet und 300.000 Frauen wie Sklavinnen vermarktet. Die Staaten treffen keine Maßnahme gegen die Ermordungen von Frauen, deren Zahlen täglich steigt. Sie versuchen, Männern und Staat es möglich zu machen, den Körper der Frau mittels Vorwenden wie “das Recht auf das Leben” und “Ermordung” zu kontrollieren. Während die Frau selbst über eine Abtreibung entschieden muss, wurde dieses Recht bereits in der Türkei und in Frankreich und jetzt auch in Spanien eingeschränkt. Dafür werden u.a. religiöse Gründe angeführt. Die europäischen Staaten versuchen, Staatspolitik im Punkt Frauen zu betrieben. Das Recht auf Verhütung und Abtreibung ist ein Teil des Rechts der Kontrolle über unseren eigenen Körper und wir lassen uns dieses Recht nicht nehmen!

Wir werden weder dem Mann, noch der Gesellschaft und dem Staat ein Mitspracherecht einräumen! Wir werden weiterhin mit dem Slogan NIMMT EURE HÄNDE VON UNSEREM KÖRPER!

Frauen, lasst uns den 8. März zum 140. Mal feiern und ihn zum Hebel unserer geschlechtsbedingten, nationalen und klassenbedingten Forderungen machen! Lasst uns noch lauter werden – für Freiheit, Gleichheit uns Gerechtigkeit! Ob alt oder jung, kein Platz für Frauenfeindlichkeit und Rassismus! Lasst uns zusammen auf die Straße gehen! Für eine solidarische Welt, in der alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, ihrer Identität , ihrem Glauben und ihrer sexuellen Orientierung uneingeschränkt gleichberechtigt zusammenleben! Für ein Welt ohne Sexismus, sexualisierte Gewalt und Rassismus! Lasst uns gemeinsam kämpfen für “Grenzenlosfeminismus” Solidarität statt Patriarchat und Nationalismus!

“Patriarchat Strukturen heißen: Diskriminierung, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Menschenrechtsverletzung und noch viel mehr! Alle Menschen habe die gleiche Rechte und gleiche Würde. Niemand darf benachteiligt werden, denn Diskriminierung ist eine Verletzung der Menschenrechte!

Und was genauer ist Diskriminierung? Seit 100 Jahren Frauenwahlrecht ist die Frau in Deutschland immer noch nicht gleichberechtigt”.
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Mehr zum 8. März

– I. Frauentag: Ohne Sozialismus keine Frauenbefreiung, ohne Frauenbefreiung kein Sozialismus

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